Wann stellt Pulvermetallurgie das optimale Verfahren dar?

Wann stellt Pulvermetallurgie das optimale Verfahren dar?

17 Jan. 2017

Pulvermetallurgie ist als umweltfreundliches Verfahren anerkannt, da es mit wenig Materialverschwendung, Energieverbrauch und nicht zuletzt wenigen Verfahrensschritten einhergeht. Doch wann kommen die Vorzüge des Pulvermetallurgieverfahrens eigentlich zum Tragen, wenn es um rostfreien Stahl geht?
 

Rostfreier Stahl eignet sich aufgrund seiner hohen Duktilität hervorragend für Metallbearbeitung, ganz gleich, ob es um Formgebung, Ausschneiden oder um Zusammensetzung geht.

Typische Bearbeitungsverfahren sind das Tiefziehen, Stanzen, Gießen, Kaltfließpressen und die Pulvermetallurgie.

Beim Tiefziehen und Stanzen handelt es sich um eine Bearbeitung von Plattenmaterial. Gerade das Stanzen bietet den Vorteil, dass sich innerhalb kurzer Zeit wirklich viele Stücke fertigen lassen. Allerdings ist die potenzielle Komplexität unvergleichlich, weder mit traditioneller Pulvermetallurgie noch – in diesem Fall – MIM (Metal injection Molding, Metallspritzgusstechnik). So bietet sich eine unglaubliche Freiheit beim Designen von Metall. Beim Tiefziehen besteht der Vorteil ganz klar in einem größeren Härtegrad. Doch sowohl beim Tiefziehen als auch beim Stanzen liegen die Nachteile in höheren Unkosten bezogen auf die Werkzeuge.

Die 3D-Designmöglichkeiten beim Gießen sind hinsichtlich ihrer Komplexität vergleichbar mit der Metallspritzgusstechnik. Gleichzeitig sind die Anlaufkosten geringer, da die Werkzeuge beim Gießen typischerweise günstiger sind als beim Metallspritzguss. Andererseits sind beim Gießen oft Nacharbeiten erforderlich. Daher kommen dann zusätzlich verteuernde Verfahren ins Spiel.

Und genau hier, wenn es um zwei oder mehr Verfahren geht, entfaltet sich die Berechtigung der Pulvermetallurgie in vollem Umfang. Die Designmöglichkeiten bei der Pulvermetallurgie sind weit umfangreicher, die poröse Materialeigenschaft kann sich als Vorteil erweisen und es kommt zu minimaler Materialverschwendung – typischerweise lediglich zwei bis drei Prozent.

Mit dem Kaltfließpressen kann man bei Bedarf glatte Oberflächen erzielen. Doch hierdurch verringert sich die Duktilität des Materials. Darüber hinaus erweist es sich als schwierig, Details gut herauszuarbeiten. Auch feine Toleranzen zwischen dem gesamten Werkstück und der Kaltfließpressung erfordern oft ein Nachbehandeln.

Pulvermetallurgie führt zwar nicht zu so glatten Oberflächen wie beim Kaltfließpressen. Dennoch lassen sich hier bessere Oberflächen erzielen als beispielsweise beim Gießen. Zudem kann man bei der Pulvermetallurgie mit unglaublich feinen Toleranzen arbeiten.

Insgesamt lässt sich festhalten: Das richtige Verfahren zu wählen, ist oft komplex. Welches Verfahren optimal ist, hängt naturgemäß von der Anwendung und von den Anforderungen ab. Unsere Experten stehen Ihnen jederzeit mit Rat und Tat zur Seite.

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